
gilgenlehrsystems.ch: eine Website für Gen Z
Bei Industrieberufen denken viele an düstere Werkstätten und harte körperliche Arbeit. Bei Gilgen Door Systems in Schwarzenburg sieht der Arbeitsalltag aber viel ansprechender aus. Doch wie zeigt man das den Jugendlichen, die man als Lernende gewinnen will? Mit einer Website, die echte Einblicke in den Lehralltag bietet.
Eine eigene Website für Lernende
Gilgen Door Systems hat den Lernenden viel zu bieten. Etwa spannende technische Berufe, ein kollegiales Umfeld und echte Perspektiven nach der Lehre. Rund 450 Lernende hat Gilgen in den letzten Jahrzehnten ausgebildet. Etwa ein Fünftel der heutigen Belegschaft sind ehemalige Lernende von Gilgen.
Doch auch Gilgen hat mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Wie kann das Unternehmen die neue Generation von sich überzeugen, wenn diese sofort weiterscrollt, wenn etwas nicht anspricht? Und wie Gilgen gleichzeitig mit den Vorurteilen über Industrieberufe aufräumen, die mit der Realität bei Gilgen wenig zu tun haben?
Vom Instagram-Kanal zur Lehrstellenplattform
Ähnliche Fragen hat sich das Team des Instagram-Kanals @gilgenlehrsystems gestellt. Darin gibt Gilgen Door Systems Einblicke in den Arbeitsalltag der Lernenden am Standort Schwarzenburg. Ob in den Berufsporträts, in Form von Situationskomik oder indem Produktionsfails gezeigt werden, Gilgen betont vor allem eins: Menschlichkeit.
Diese Sprache will Gilgen nun auch auf ihrer Lehrstellenplattform sprechen. Bisher war die Informationsseite zu den Lehrstellen als Unterseite eingebaut. Nun soll sie eine eigene Bühne erhalten und damit sichtbarer werden. Die Plattform soll die Jugendlichen dort abholen, wo sie gerade sind (auf dem Smartphone, irgendwo zwischen TikTok und Berufswahl).
Wie entsteht eine Website, die Jugendliche anspricht?
Lange vor dem ersten Designvorschlag begannen unsere Recherchen. Denn wir wollten verstehen: Wer sind diese Jugendlichen? Wo stehen sie gerade im Leben? Was sind ihre Sorgen und Wünsche? Und welche Informationen brauchen sie in welcher Form?
Die Erkenntnisse waren deutlich: Jugendliche wollen sehen, wie es wirklich ist. Keine Hochglanzversprechen, keine Stockfotos. Stattdessen echte Menschen und ehrliche Einblicke. Und natürlich leicht verdaulich: kurz, visuell und teilbar.
Was macht eine gute Lehrstellenwebsite aus?
Vieles aus den Recherchen floss direkt in die Konzeption und Umsetzung von gilgenlehrsystems.ch ein. Eine Auswahl:
1. Snackable Content
Jeder der acht Lehrberufe hat seine eigene Seite mit Kurzvideos und Zitaten von Lernenden. Call-out-Banner heben Wichtiges hervor. Spielerische Elemente sorgen für Abwechslung. Der Besuch auf der Website soll Spass machen.
Zusammenarbeit heisst flexibel bleiben
Ein Projekt verläuft selten gradlinig. Und auch bei gilgenlehrsystems.ch war das nicht anders. Ideen entwickeln sich unterwegs. Prioritäten verschieben sich. Manchmal kommen neue Wünsche hinzu. Das ist normal und für uns kein Problem. Wir glauben daran, dass eine Website am Ende dem Kunden oder der Kundin dienen muss – nicht unserem Portfolio. Wenn ein Kundenwunsch also machbar ist, setzen wir ihn um. Auch wenn’s vielleicht bedeutet, dass wir nochmal an den Entwurf ran müssen.
Bei gilgenlehrsystems.ch haben wir zum Beispiel bewusst Freiheiten für die Redaktion im Backend eingebaut: Flexible Hintergründe, variable Layouts. Weil die Website mit den Inhalten darin leben soll.
Natürlich bleiben wir auch nach dem Go-live als Websupport an Bord.



